Ölpalmenanbau entdeckt
Auf einer 5,9 Hektar großen Fläche am Bukit Lantak im Dorf Tabek, Unterbezirk Timpeh, Regierungsbezirk Dharmasraya, West-Sumatra, die zuvor am 15. September 2026 abgebrannt war, wurden angepflanzte Ölpalmen entdeckt. Der Fund kam bei einer Vor-Ort-Inspektion am Freitag (16.10.2026) ans Licht.
Die Inspektion wurde von der Landrätin von Dharmasraya, Annisa Suci Ramadhani, gemeinsam mit dem Polizeichef von Dharmasraya, AKBP Kartyana Widyarso Wardoyo Putro, sowie dem Leiter der Forstverwaltungseinheit (KPHP) Dharmasraya, Bobby Habibullah, durchgeführt.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die ehemalige Waldbrandfläche illegal umgewidmet und ohne behördliche Genehmigung mit Ölpalmensetzlingen bepflanzt worden war. Das Areal befindet sich im Gebiet des beschränkt nutzbaren Produktionswaldes (HPT), dessen Nutzung gesetzlich streng geregelt ist.
Polizeiband und Verbotsschilder
Als Reaktion auf den Fund sperrte die Polizei von Dharmasraya das Areal umgehend mit Absperrband ab, um den Ermittlungsort zu sichern. Die Beamten beschlagnahmten zudem Ölpalmpflanzen als Beweismittel.
Die Bezirksregierung Dharmasraya stellte ein Verbotsschild auf mit der Aufschrift: „Strengstens verboten: Bewirtschaftung, Anpflanzung oder Gartenbau auf Waldbrandflächen in Waldgebieten.“ Die Absperrung und Beschilderung sollen weitere unzulässige Aktivitäten in dem Waldgebiet verhindern.
Landrätin Annisa mahnte die Bevölkerung nachdrücklich, kein Land durch Brandrodung urbar zu machen, insbesondere nicht in geschützten Waldgebieten: „Rodungen durch Feuer dürfen nicht betrieben werden, schon gar nicht in Waldgebieten“, betonte sie.
Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Landraub
Polizeichef AKBP Kartyana Widyarso Wardoyo Putro erklärte, seine Dienststelle führe intensive Ermittlungen durch, um dem Verdacht der illegalen Waldlandaneignung nachzugehen, die durch vorsätzliche Brandstiftung oder Zerstörung eingeleitet worden sei.
„Aktuell sichern die Ermittler Beweismittel vor Ort und planen die Vernehmung mehrerer Zeugen aus der Umgebung. Damit wollen wir die Chronologie rekonstruieren und die Verantwortlichen für die unter dem Deckmantel von Bränden durchgeführte Landrodung zur Rechenschaft ziehen“, erklärte Kartyana.
Die Polizei unterstrich, dass das vorsätzliche Abbrennen von Wäldern sowie die unberechtigte Aneignung von Produktionswaldflächen Verstöße gegen das Gesetz über den Umweltschutz und die Waldbewirtschaftung darstellen, die mit Freiheitsstrafen und hohen Geldstrafen geahndet werden.
Widerspruch zu Forderungen des Parlaments
Der Vorfall in Dharmasraya steht im klaren Widerspruch zu den Forderungen des indonesischen Parlaments (DPR), wonach Brandrodungsflächen keinesfalls mit Ölpalmen bepflanzt werden dürfen. Der Abgeordnete Daniel Johan hatte zuvor bekräftigt, dass auf ehemaligen Waldbrandflächen Harthölzer statt Ölpalmen kultiviert werden müssen, um die natürlichen Waldfunktionen wiederherzustellen.
Der Fall Dharmasraya erhärtet den Verdacht eines wiederkehrenden Musters, bei dem Wälder gezielt abgebrannt werden, um anschließend illegal Ölpalmen anzubauen – eine Praxis, die bei der Bekämpfung von Waldbränden in Indonesien seit langem in der Kritik steht.









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