Drei ballistische Raketen treffen Trainingslager
Shabwa — Mindestens 53 Militärangehörige wurden getötet und rund 200 weitere verletzt, nachdem drei von der Houthi-Gruppe abgefeuerte ballistische Raketen das Militärausbildungslager Al-Alam im Distrikt Jardan, Provinz Shabwa, im Südjemen, am Montag (19.10.2026) getroffen hatten.
Nach Angaben der Provinzregierung von Shabwa schlug die Rakete ein, als neue Rekruten der inneren Sicherheitskräfte – der Einheit Rapid Intervention – für eine Trainingseinheit antraten. Die Opfer wurden umgehend in Krankenhäuser in Ataq, der Provinzhauptstadt, gebracht, die Berichten zufolge mit der Aufnahme der Verletzten überfordert waren. Die Opferzahlen gelten als vorläufig und könnten weiter steigen.
Huthi bekennen sich zu Angriff, Regierung verspricht entschiedene Antwort
Die Huthi-Gruppe bekannte sich zu dem Angriff. Der Militärsprecher der Huthi, Yahya Saree, behauptete, das Ziel sei eine "Ansammlung saudi-arabischer Feinde" gewesen, und erklärte, unter den Opfern seien auch saudische Soldaten — eine Behauptung ohne Beweise, zu der sich die saudische Seite bislang nicht geäußert hat.
Der Vorsitzende des Presidential Leadership Council des Jemen, Rashad Al-Alimi, verurteilte den Angriff scharf und versprach eine „entschlossene Antwort“. Die Provinzregierung von Shabwa drängte die Zentralregierung und die Koalition, unverzüglich Luftverteidigungs- und Frühwarnsysteme bereitzustellen, um die Verteidigung der Region zu stärken.
Schlimmste Eskalation seit Wiederausbruch des Krieges
Der Angriff gilt als einer der tödlichsten seit dem erneuten Ausbruch des Bürgerkriegs im Jemen im September letzten Jahres, nachdem die Waffenstillstandsvereinbarung von 2022 zusammengebrochen war. Die Regierungstruppen starteten in diesem Monat eine Kampagne zur Rückeroberung der von den Houthi kontrollierten Gebiete nahe der Meerenge Bab el-Mandeb, einer strategischen Schifffahrtsroute am Eingang zum Roten Meer.
Der Jemen-Konflikt ist inzwischen zu einer der Fronten des umfassenderen Krieges zwischen den USA-Israel und Iran geworden, wobei die Houthi in den vergangenen Wochen wiederholt Saudi-Arabien angegriffen haben, darunter den internationalen Flughafen Riyadh und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco.











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