Katie Zacharia debütiert als Sprecherin des Weißen Hauses unter Trump

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag (9.10.2026) Katie Zacharia zur neuen Pressesprecherin des Weißen Hauses ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Karoline Leavitt an, die im August 2026 zurückgetreten war. Leavitt ist inzwischen als Contributor zu Fox News gewechselt.

Zacharia gab am Dienstag (13.10.2026) sein Debüt am Podium des Presseraums des Weißen Hauses. Laut Associated Press dauerte das erste Briefing nur etwa 14 Minuten — Zacharia beantwortete Fragen von drei Medien, bevor er die Sitzung abrupt beendete und die Journalisten aufforderte, die restlichen Fragen Trump bei dessen Abreise zur Wahlkampfreise zu stellen.

In seiner Eröffnungserklärung versprach der 41-jährige Anwalt, die Agenda von Präsident Trump vor den Zwischenwahlen zu amplifizieren. Trump selbst lobte seinen Debütauftritt als „excellent".

Wer ist Katie Zacharia?

Katie Zacharia ist Anwältin und Absolventin der Pepperdine University sowie Mutter von vier Kindern. Vor ihrer Ernennung war sie als konservative Kommentatorin bei Fox News und Newsmax bekannt und fungierte zudem als Senior-Kommunikationsberaterin für die Trump Media & Technology Group – das Social-Media-Unternehmen von Trump.

Anfang 2026 war Zacharia kurzzeitig als Sprecher des US-Heimatschutzministeriums (DHS) tätig. Trump bezeichnete ihn als intelligenten, loyalen Unterstützer, während FBI-Direktor Kash Patel und seine Vorgängerin Karoline Leavitt öffentlich ihre Unterstützung für die Ernennung bekundeten.

Guilfoyle zum Rücktritt aufgefordert

Der überraschendste Moment in Zacharias Debüt war die Ankündigung, dass das Weiße Haus den US-Botschafter in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, um ihren Rücktritt gebeten hat. „We have asked Ambassador Guilfoyle to resign“, sagte Zacharia und bezeichnete Guilfoyle als wertvolle Bereicherung für das Team.

Die Ankündigung erfolgte nach tagelangen Berichten, wonach Trump und Außenminister Marco Rubio erwogen, Guilfoyle von ihrem Posten in Athen abzuberufen.

Debüt sorgt für Schlagzeilen

Der erste Auftritt von Zacharia rief unterschiedliche Reaktionen hervor. Mehrere Medien kritisierten seinen Vortragsstil, der als nervös bewertet wurde – ein langsames Verlesen der Eröffnungserklärung, mangelnder Augenkontakt bis hin zu einem ungewöhnlichen Sprechtempo.

Dennoch zeigte sich das Weiße Haus zufrieden. Zacharia versicherte zudem, die Sitze für „neue Medien" im Presseraum erhalten und ausbauen zu wollen — eine Politik, die ihre Vorgängerin Karoline Leavitt eingeführt hatte. Sie erklärte, ihr Ehemann sowie ihre vier Kinder würden nach Washington ziehen, und ihre Priorität bleibe die Familie inmitten ihrer neuen Aufgaben.