Urteil: 158 Jahre 9 Monate pro Angeklagtem
Ein Richter in Mexiko verurteilte am Freitag (16.10.2026) drei Männer zu jeweils 158 Jahren und neun Monaten Haft wegen der Ermordung zweier australischer Surfer-Brüder und ihres amerikanischen Freundes während einer Surf-Reise in den Bundesstaat Baja California im Jahr 2024.
Die drei Angeklagten — Jesús Gerardo García, bekannt unter dem Spitznamen „El Kekas", Irineo Francisco „N" und Ángel Jesús „N" — wurden eine Woche zuvor des Mordes, des schweren Raubes, des Raubes mit Gewalt sowie des Fahrzeugdiebstahls mit Gewalt für schuldig befunden. Die Opfer waren die Brüder Jake (33) und Callum (30) Robinson sowie ihr Freund Jack Carter Rhoad (30).

Motiv: Reifenpanne, Leiche in einen Brunnen geworfen
Staatsanwältin María Elena Andrade erklärte, die Täter hätten ursprünglich vorgehabt, Reifen von dem Pick-up der Opfer zu stehlen, die Ende April 2024 in der Nähe des Strandes Punta San José, etwa 80 Kilometer südlich von Ensenada, campierten. Als eines der Opfer sich wehrte, erschossen die Täter es und wandten sich dann gegen die beiden anderen Opfer.
Die drei Opfer wurden nach einer mehrtägigen Suche, die vom US-Bundesermittlungsbüro (FBI) unterstützt wurde, mit Kopfschüssen tot aufgefunden. Ihre Leichen wurden in einen über 15 Meter tiefen Brunnen geworfen und am 3. Mai 2024 entdeckt, während ihr Pick-up einige Kilometer vom Fundort entfernt ausgebrannt gefunden wurde. Ary Gisell Silva Raya, die ehemalige Partnerin von García, war bereits im November 2025 wegen ihrer Beteiligung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.
Familie anwesend, Verteidigung legt Berufung ein
Die Eltern der beiden Brüder, Martin und Debra Robinson, flogen aus Australien ein, um an dem im September vergangenen Jahres begonnenen Verfahren in Ensenada teilzunehmen. Sie gründeten die Callum and Jake Robinson Foundation zum Gedenken an ihre beiden Söhne. „There will never be justice for the loss of a child, but these men will never hurt anyone else again“, sagte Page Rhoad, die Mutter eines US-amerikanischen Opfers, nach Verkündung des Urteils per Zoom.
Der Vorsitzende des Surfverbands von Baja California, Antonio Otañez, begrüßte das Urteil als durchgesetzte Gerechtigkeit, warnte jedoch, der Fall schüre bei vielen Touristen Angst vor einem Besuch. Laut einem Bericht von ABC News kündigte das Verteidigungsteam an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.






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