Was ist Kurzsichtigkeit?
Kurzsichtigkeit oder Myopie ist eine Refraktionsstörung, bei der das in das Auge einfallende Licht vor der Netzhaut und nicht genau auf der Netzhaut auftrifft. Infolgedessen erscheinen weit entfernte Objekte verschwommen, während nahe Objekte weiterhin klar sichtbar bleiben. Bei Kindern entwickelt sich Kurzsichtigkeit in der Regel während der Schulzeit und kann bis ins Jugendalter weiter zunehmen.
Neben genetischen Faktoren beschleunigt der moderne Lebensstil die Entwicklung von Myopie: die Angewohnheit, aus nächster Nähe zu lesen, stundenlanges Starren auf Bildschirme von Gadgets oder Computern ohne Pause sowie der Mangel an natürlichem Sonnenlicht. Das ständige Betrachten naher Objekte zwingt den Ziliarmuskel zu harter Arbeit und löst abnormale Wachstumssignale des Augapfels aus.
Screen Time begrenzen und 20-20-20 anwenden
Die wichtigste Intervention ist die Begrenzung der Bildschirmzeit. Experten empfehlen, dass die Bildschirmzeit von Kindern nicht mehr als zwei Stunden pro Tag betragen sollte, mit regelmäßigen Pausen – das größte Risiko besteht bei intensivem und kontinuierlichem Blick auf den Bildschirm ohne Unterbrechung.
Wenden Sie die 20-20-20-Regel an: Alle 20 Minuten, in denen man auf einen Bildschirm starrt, den Blick für 20 Sekunden auf ein Objekt in etwa 6 Metern (20 Fuß) Entfernung richten. Diese einfache Methode hilft, angespannte Augenmuskeln zu entspannen. Erinnern Sie Ihr Kind auch daran, regelmäßig zu blinzeln und Gadgets zumindest vor dem Schlafengehen fernzuhalten.
Die Kraft des Spielens im Freien
Die beste Methode, die Augen von nahen Objekten zu erholen, besteht darin, sie auf weit entfernte Objekte blicken zu lassen – und das geschieht auf natürliche Weise, wenn Kinder im Freien spielen. Studien zeigen, dass Kinder, die regelmäßig im Freien aktiv sind, ein geringeres Risiko für Myopie haben.
Natürliche Sonneneinstrahlung regt die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut an, das als Schutzschild wirkt und die Verlängerung des Augapfels verhindert – die eigentliche Ursache der Myopie. Sorgen Sie dafür, dass Kinder täglich 1–2 Stunden im Freien verbringen, es genügt, im Park oder im Hof zu spielen. Verwenden Sie Hut und Sonnenschutzmittel zum Schutz der Haut.
Abstand halten, Licht, und regelmäßige Kontrolle
Gewöhnen Sie einen Leseabstand von 30–40 cm zu den Augen und einen TV-Betrachtungsabstand von 2–3 Metern, je nach Bildschirmgröße. Sorgen Sie für ausreichend helle Raumbeleuchtung, stellen Sie die Bildschirmhelligkeit angenehm für die Augen ein und vermeiden Sie die Nutzung von Geräten im Liegen oder auf dem Bauch. Eine aufrechte Sitzhaltung hilft, den optimalen Sehabstand zu wahren.
Lassen Sie die Augen Ihres Kindes zweimal jährlich routinemäßig untersuchen, insbesondere wenn in der Familie eine Myopie-Vorgeschichte besteht, damit die Augenentwicklung überwacht werden kann. Wenn bei einem Kind bereits eine Kurzsichtigkeit diagnostiziert wurde, sorgen Sie dafür, dass es eine Brille in der verordneten Stärke trägt — eine nicht korrigierte Kurzsichtigkeit birgt gerade das Risiko, schneller zuzunehmen. Konsultieren Sie einen Augenarzt, wenn das Sehvermögen des Kindes den Alltag zu beeinträchtigen beginnt.










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