Was ist Fibermaxxing?
Fibermaxxing ist ein viraler Lifestyle-Trend in den sozialen Medien, insbesondere auf TikTok, der Menschen dazu aufruft, ihre Ballaststoffzufuhr zu maximieren, bis sie die empfohlene Tagesmenge erreichen oder sogar überschreiten. Einfach gesagt, ist es ein kreativer Aufruf, bei jeder Mahlzeit mehr Ballaststoffe zu essen, nicht nur gelegentlich.
Dieser Trend entstand, weil die meisten Menschen nur etwa die Hälfte ihres täglichen Ballaststoffbedarfs aufnehmen. Laut den Angka Kecukupan Gizi Kemenkes 2019 benötigen erwachsene Männer etwa 30-38 Gramm Ballaststoffe pro Tag und erwachsene Frauen etwa 25-32 Gramm pro Tag. Ernährungsexperten bewerten diesen Trend als sicher, solange er richtig durchgeführt wird.
Zwei Arten von Ballaststoffen im Überblick
Um zu verstehen, wie Fibermaxxing funktioniert, ist es wichtig, zwei Hauptarten von Ballaststoffen zu kennen. Wasserlösliche Ballaststoffe helfen, die Verdauung zu verlangsamen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, damit er nicht drastisch ansteigt, und Cholesterin zu binden, damit es aus dem Körper ausgeschieden werden kann. Lösliche Ballaststoffe finden sich in Hafer, Äpfeln, Avocados und Erbsen.
Unlösliche Ballaststoffe hingegen wirken wie ein natürlicher Darmbesen: Sie beschleunigen die Darmbewegung, helfen Verstopfung vorzubeugen und halten den Stuhlgang regelmäßig. Zu den Quellen zählen unter anderem Fruchtschalen, grünes Gemüse und Vollkorn. Beide sind gleichermaßen wichtig, daher ist die Vielfalt der Ballaststoffquellen entscheidend.
Vorteile von Ballaststoffen für den Körper
Wenn der Ballaststoffbedarf gedeckt ist, sind die gesundheitlichen Vorteile sehr bedeutend. Ballaststoffe fördern die Verdauung und beugen Verstopfung vor, helfen bei der Gewichtskontrolle, da sie länger ein Sättigungsgefühl hervorrufen, und halten den Blutzuckerspiegel stabil. Ballaststoffe tragen auch dazu bei, den LDL-Cholesterinspiegel im Blut zu senken.
Darüber hinaus wirken Ballaststoffe als Präbiotika, also als Nahrung für die guten Bakterien im Darm, die eine Schlüsselrolle für die Gesundheit des Verdauungssystems und die Immunabwehr spielen. Eine ausreichende Ballaststoffzufuhr wird zudem mit einem geringeren Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und Dickdarmkrebs in Verbindung gebracht.
Die richtige Methode für Fibermaxxing
Beginnen Sie mit einfachen Schritten: Stellen Sie bei jeder Mahlzeit mindestens eine halbe Portion Gemüse auf den Teller, essen Sie frisches Obst als Snack, ersetzen Sie weißen Reis durch braunen Reis, fügen Sie Haferflocken oder Chiasamen zum Frühstück hinzu und kombinieren Sie Ballaststoffquellen aus verschiedenen Pflanzenfarben. Das leicht erreichbare Ziel sind mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag.
Doch Vorsicht, warnen Ernährungsexperten: Die Ballaststoffzufuhr sollte schrittweise erhöht und mit ausreichend Flüssigkeit ausgeglichen werden. Eine plötzliche übermäßige Ballaststoffaufnahme ohne genügend Wasser kann Blähungen, Krämpfe bis hin zu Verstopfung auslösen. Wer unter Reizdarmsyndrom, Divertikulitis leidet oder sich derzeit ballaststoffarm ernährt, sollte vor dem Mitmachen bei diesem Trend zunächst einen Arzt konsultieren.










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