Osteoporose, die stille Krankheit, die Knochen zerstört

Osteoporose ist ein Zustand, bei dem die Knochendichte abnimmt, sodass die Knochen porös und bruchanfällig werden. Knochen sind eigentlich lebendes Gewebe, das sich ständig erneuert, doch mit zunehmendem Alter kann der Abbauprozess schneller ablaufen als der Aufbau neuer Knochensubstanz.

Die Krankheit wird als „silent disease“ oder „silent epidemic“ bezeichnet, da sie in einem frühen Stadium selten Symptome verursacht. Nicht selten erfährt jemand erst, dass er an Osteoporose leidet, nachdem er sich bei einem Sturz oder einem leichten Aufprall, der eigentlich keinen Knochenbruch verursachen dürfte, einen Knochenbruch zugezogen hat.

Osteoporose erkennen: Symptome im Blick behalten

Obwohl sie oft ohne Symptome verläuft, gibt es eine Reihe von Anzeichen, die mit abnehmender Knochendichte auftreten können. Zu diesen Symptomen zählen anhaltende Rückenschmerzen über einen längeren Zeitraum, eine zunehmend gebeugte Körperhaltung sowie eine schrittweise Schrumpfung der Körpergröße.

Ein weiteres Warnzeichen ist eine erhöhte Knochenbrüchigkeit, bei der Knochen bereits bei leichten Stößen oder Druck brechen oder Risse bekommen. Am häufigsten betroffen sind die Wirbelsäule, das Handgelenk, die Arme und der Oberschenkelhals.

Laut dem Gesundheitsministerium sollte man bei einer Körpergrößenabnahme von 3 cm oder mehr umgehend einen Arzt konsultieren. Die größte Risikogruppe sind postmenopausale Frauen aufgrund des Östrogenmangels, Senioren, Raucher, Alkoholtrinker sowie Langzeitanwender von Kortikosteroiden.

Wie man Osteoporose frühzeitig vorbeugt

Die gute Nachricht: Osteoporose kann bereits in jungen Jahren vorgebeugt werden. Der Schlüssel liegt darin, den Bedarf an Kalzium und Vitamin D zu decken. Der tägliche Kalziumbedarf beträgt 1.000 mg für 19- bis 50-Jährige und 1.200 mg für über 50-Jährige. Gute Kalziumquellen sind unter anderem Milch und Milchprodukte, grünes Gemüse, Tofu, Tempeh und Fisch.

Vitamin D hilft dem Körper, Kalzium aufzunehmen, und kann durch morgendliche Sonneneinstrahlung sowie bestimmte Lebensmittel gewonnen werden. Darüber hinaus sollte regelmäßig Gewichtstraining wie Gehen, leichtes Joggen oder Krafttraining betrieben werden, um die Knochenbildung anzuregen.

Vermeiden Sie einen knochenschädigenden Lebensstil: Hören Sie mit dem Rauchen auf, begrenzen Sie Alkohol und zuckerhaltige Getränke und halten Sie ein ideales Körpergewicht. Das Gesundheitsministerium empfiehlt das CERDIK-Verhalten: regelmäßige Gesundheitschecks, Zigarettenrauch vermeiden, regelmäßige körperliche Aktivität, ausgewogene gesunde Ernährung, ausreichend Ruhe und Stressbewältigung. Konsultieren Sie einen Arzt bezüglich einer Knochendichtemessung, wenn Sie zur Risikogruppe gehören.